Chemiekonzern Evonik landet endlich an der Börse
Erfolg im vierten Anlauf

Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns Evonik, vor der Frankfurter Börse. Bild: dpa
Der Chemiekonzern Evonik startete am Donnerstag erfolgreich auf dem Frankfurter Börsenparkett. Die Aktie ging am Morgen mit einer Erstnotiz von 33 Euro in den Handel - 80 Cent über dem Platzierungspreis der letzten Tranche. "Die erste Notierung zeigt das Vertrauen, das uns von Seiten der Investoren entgegengebracht wird", sagte Evonik-Chef Klaus Engel. Die Aktie schloss dann bei 32,94 Euro knapp unter der Erstnotiz. Mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Milliarden Euro war es einer der größten Börsengänge in Deutschland seit Jahren.

Haupteigentümer des Essener Unternehmens mit seinen 33 000 Mitarbeitern ist die RAG-Kohlestiftung (rund 68 Prozent), die aus den Einnahmen des Börsenganges die Folgelasten des deutschen Steinkohlebergbaus abdeckt. Der Rest der Anteile liegt bei der britischen Beteiligungsgesellschaft CVC.

Bereits im Februar und März wurden insgesamt rund 12,2 Prozent der Aktien an Investoren abgegeben. Der Streubesitz liegt jetzt bei rund 14,5 Prozent und soll weiter wachsen. "Unser Weg an die Börse, davon bin ich überzeugt, war klug, weil er unsere Eigentümer ein Stück weit unabhängig gemacht hat von der anhaltend hohen Volatilität der Kapitalmärkte", sagte Evonik-Chef Engel. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen den Sprung aufs Parkett dreimal verschoben.

Der Konzerngewinn von Evonik stieg 2012 um knapp ein Fünftel auf 1,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen verdient sein Geld hauptsächlich mit Spezialchemie und investiert stark in Asien.
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