Daimler trennt sich von Flugzeughersteller - Erlös: 2,2 Milliarden Euro
Abschied von EADS

Daimler hat seine verbliebenen Anteile an der Airbus-Mutter EADS verkauft. Wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, erlöste er damit rund 2,2 Milliarden Euro. Nach mehr als zwei Jahrzehnten steigt der Autobauer endgültig aus der Luft- und Raumfahrt aus.

Der Verkaufspreis für die 61,1 Millionen Aktien lag bei 37,00 Euro pro Anteilsschein. EADS selbst kauft den Angaben zufolge 16 Millionen Aktien im Wert von 600 Millionen Euro. EADS kaufte auch vom französischen Staat eigene Aktien zurück. Für den Anteil von 1,56 Prozent zahlte der Konzern knapp 483 Millionen Euro.

Daimler hatte EADS 2000 mitgegründet. Deutsche und Franzosen dominierten in einem gleichgewichtigen Aktionärspakt. Das Ende des Pakts im Dezember ermöglichte Daimler und dem französischen Lagardère-Konzern den Ausstieg und soll EADS mehr Unabhängigkeit bringen. Künftig beschränkt sich der Anteil der drei Eignerstaaten Deutschland, Frankreich und Spanien auf 28 Prozent.

Daimler hatte mehrfach angekündigt, sich auf das Kerngeschäft Autos konzentrieren zu wollen. Daimler will die eingenommenen Milliarden für die Stärkung des Autogeschäfts nutzen, sagte Finanzchef Bodo Uebber am Vortag: "Wir werden den Erlös der Veräußerung in das globale Wachstum unserer Geschäftsfelder und den Ausbau unserer technologischen Spitzenposition investieren."

Das Geld verschafft Daimler Luft. Zuletzt hatte nur der Verkauf von EADS-Anteilen den Konzern vor einem Gewinnrückgang bewahrt. Vergangene Woche hatte Daimler angekündigt, wegen der Absatzkrise in Europa seine Gewinnziele für 2013 auf den Prüfstand zu stellen.
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