04.07.2017 - 20:22 Uhr
Deutschland & Welt

Dax-Vorstände verdienen das 50-fache von Normalverdienern Riesiges Gehaltsgefälle in Topkonzernen

Frankfurt. Das Gehaltsgefälle in Deutschlands Topkonzernen ist riesig - aber die Schere geht vorerst nicht weiter auseinander. Einer Studie zufolge verdienten die Vorstände der 30 Dax-Unternehmen 2016 wie schon 2015 im Schnitt 50 Mal so viel wie ein durchschnittlicher Beschäftigter. Zuvor kassierten die Topmanager noch das 54-fache.

von Agentur DPAProfil

Die Vorstandsgehälter seien das zweite Jahr in Folge langsamer als die Bruttolöhne gewachsen, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München. Die Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland legten danach um 2,5 Prozent zu. Die Vergütung der Vorstände insgesamt stieg im Schnitt um 1,0 Prozent auf 3,4 Millionen Euro. Die Vorsitzenden des Gremiums kassierten allerdings mit durchschnittlich 5,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (5,1 Millionen).

Topverdiener unter den Dax-Lenkern war im vergangenen Jahr laut der Studie SAP-Chef Bill McDermott mit 13,8 Millionen Euro Gesamtvergütung. Er ist nach Ex-VW-Boss Martin Winterkorn und dem früheren Deutsche-Bank-Lenker Josef Ackermann der dritte Manager eines Dax-Konzerns, der die 10-Millionen-Euro-Marke überschreitet.

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