Discounter schließt zum 30. November
Diska macht dicht

Herzlich willkommen sind hier die Kunden nur mehr bis 30. November, dann macht der Discounter zu. Die Zukunft der Bäckerei- und Metzgerei-Filialen ist unklar. Bild: do
Eschenbach. (wüw/do) Zum 30. November schließt der Diska-Markt in der Pressather Straße. Dies bestätigte der amtierende Bürgermeister Karl Lorenz auf Nachfrage. „Das Unternehmen hat die Entscheidung mit fehlender Wirtschaftlichkeit begründet“, sagt Lorenz. Der Discounter ist Teil des Edeka-Konzerns. Von der Leitung des Unternehmens war am Montag keine Stellungnahme zu erhalten.

Allerdings gibt es Gerüchte, dass die Firma mit Sitz in Rottendorf Mitarbeitern gegenüber die problematische Kundenstruktur als Grund anführte: vor allem ältere Leute, die wenig Umsatz bringen. Jüngere erledigten demnach ihre Großeinkäufe bei größeren Discountern außerhalb der Stadt. Von der Schließung sollen zehn beschäftigte Frauen betroffen sein, sechs davon als Aushilfen. Drei Kündigungen zum 30. November seien ausgesprochen, eine soll folgen.

Lorenz bedauert die Schließung. Er hofft, dass sich ein Nachfolger findet, schon aus eigenem Interesse. „Ich bin selbst betroffen, wohne nur wenige Minuten entfernt.“ Wie Lorenz geht es vielen. Der Diska-Markt ist der einzige Lebensmittel-Händler, in Altstadt-Nähe. Auch weil die Bevölkerung immer älter wird, ist das Angebot sehr wichtig, findet Lorenz. Die Stadt erarbeitet ein städtebauliches Entwicklungskonzept. Wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten spielen darin eine große Rolle.

Sigrid Koppe hat Verständnis für die Edeka-Entscheidung. „Den Markt gab es 32 Jahre , das ist eine sehr lange Zeit“, sagt die Besitzern des Gebäudes und des Grundstücks. „Alles hat einen Anfang und ein Ende.“ Gleichzeitig ist sie zuversichtlich, dass es weiter geht. „Die Lage ist sehr gut. Es wird Investoren geben.“ Zudem gebe es genug Platz, da die Fläche der früheren Spielwarenfabrik Koch zur Verfügung steht. Konkretes könne sie noch nicht sagen.

Unklar ist derzeit die Zukunft der Bäckerei und Metzgerei im Markt. Gerhard Brunner erklärte, dass er die Bäckerei-Filiale gerne weiterführen wolle, dies aber nur mit einem Supermarkt möglich sei. Von der Metzgerei Hausner und Peugler gab es keine Stellungnahme.
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