03.07.2015 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Eine der größten Wirtschaftspleiten

von Redaktion OnetzProfil

Mit etwa 100 000 Gläubigern ist die Prokon-Pleite eines der größten Insolvenzverfahren in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Rund 1,4 Milliarden Euro hatten rund 75 000 Geldgeber - vor allem Privatleute - über Genussrechte in der Windenergie-Firma mit Sitz in Itzehoe (Schleswig-Holstein) angelegt. Sie war 1995 von "Öko-Pionier" Carsten Rodbertus gegründet worden, der mit langem Haarzopf und legerer Kleidung ein Alternativ-Image pflegte und bankenunabhängig agieren wollte.

Nachdem die Firma die Zinsen für das Genusskapital nicht mehr aufbringen konnte und Anleger ihr Geld zurückforderten, musste sie im Mai vergangenen Jahres in ein Insolvenzverfahren. Der Firmengründer ist raus aus dem Unternehmen; offen ist, ob er sich noch wegen Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten muss. Prokon betreibt 54 Windenergieparks mit 318 Anlagen und ist als Stromanbieter tätig. Neben den Anlegern sind Banken, Lieferanten und Stromkunden Gläubiger. (dpa)

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