02.02.2018 - 20:42 Uhr
Deutschland & Welt

Erste Autobauer steigen aus Programm aus, obwohl sie damit mehr Neuwagen verlaufen: Weniger Rabatte für Diesel-Eintausch

Essen/Frankfurt. Zum Jahresauftakt haben mehrere Autohersteller ihre Eintauschprämien für ältere Diesel-Autos reduziert oder gestrichen. Nach der regelmäßigen Rabattstudie des CAR-Center der Universität Duisburg-Essen haben gleich sieben Importeure - Fiat, Alfa Romeo, Honda, Hyundai, Kia, Jeep und Peugeot - im Januar ihre entsprechenden Programme beendet. Ford habe seinen mit einer Garantie verbundenen "Umweltbonus" in der Höhe zurückgefahren. Das Rabattniveau sei im Vergleich zum Jahresende deutlich zurückgegangen, teilte Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer mit. Es lag aber immer noch deutlich über dem Vorjahresmonat. Es sehe ganz danach aus, dass sich bei den Autobauern eine "gewisse Müdigkeit im Verschrottungsrennen" eingestellt habe. Auch die Eigenzulassungen und die über Internet-Plattformen angebotenen Preisvorteile seien rückläufig. Trotzdem verkauften deutsche Hersteller im Januar deutlich mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. Gut 269 000 Wagen wurden neu zugelassen, was einem Plus von etwa zwölf Prozent entspricht, wie der Verband der Automobilindustrie am Freitag in Berlin mitteilte. "Der Jahresstart ist gelungen", sagte Verbandspräsident Matthias Wissmann. Er gehe aber nicht davon aus, dass die Zuwächse so hoch blieben wie im Januar. Aus dem Inland kamen neun Prozent mehr Aufträge, aus dem Ausland vier. Nur noch jeder dritte Neuwagen in Deutschland hatte im Januar einen Dieselmotor. Ferdinand Dudenhöffer hatte bereits vor einiger Zeit vor einem "Abwrack-Kater" gewarnt. Nach dem Abebben der Rabattwelle werde es mithin deutlich schwerer werden, Neuwagen zu verkaufen.

von Agentur DPAProfil
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