Europäischer Gerichtshof setzt Grenzen
Entschädigung von Fluggästen

Luxemburg. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat der Entschädigung von Fluggästen bei Verspätungen Grenzen gesetzt. Die Höhe der Erstattung hänge von der Luftlinienentfernung ab. Wer statt eines Direktfluges eine Umsteigeverbindung wählt und deswegen eine längere Strecke zurücklegt, hat deshalb kein Recht auf eine höhere Entschädigung. Maßgeblich sei die Entfernung zwischen Start- und Zielflughafen, entschieden die Luxemburger Richter am Donnerstag. Bei einer Verspätung von drei Stunden oder mehr haben Fluggäste innerhalb der EU bei Flügen von 1500 Kilometern oder weniger Anspruch auf eine Entschädigung von 250 Euro. Ist die Entfernung weiter als 1500 Kilometer, beträgt die Entschädigung 400 Euro.

Im konkreten Fall hatten drei Fluggäste geklagt, die mit Brussels Airlines von Rom über Brüssel nach Hamburg gereist waren. Da die tatsächlich zurückgelegte Flugstrecke 1656 Kilometer betrug - 1173 Kilometer für die Entfernung zwischen Rom und Brüssel, 483 Kilometer für die Entfernung zwischen Brüssel und Hamburg -, hatten sie auf die höhere Zahlung gepocht. Nach dem Urteil bestimmt nun die Distanz von 1326 Kilometern zwischen Rom und Hamburg die Höhe der Entschädigung.
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