Finanzexperten plädieren für eine Abschaffung des 500-Euro-Scheins
Kampf gegen Geldwäsche

Im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerbetrug haben Finanzexperten die Abschaffung des 500-Euro-Scheins gefordert.

"Das würde die Steuerkriminalität bekämpfen", sagte der Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel. Der Schein sei das bevorzugte Zahlungsmittel von Geldwäschern und Banden. Vermutlich würden einzelne Scheine kriminelle Kreise nie verlassen: Schließlich erzeugen 500er an der Ladenkasse Misstrauen, oft werden sie gar nicht angenommen. Sie gelte als beliebtestes Zahlungsmittel, um Geschäfte schwarz abzuwickeln - etwa beim Hauskauf in Spanien.

Auch die Antikorruptionsorganisation Transparency International (TI) würde es begrüßen, wenn der 500-Euro-Schein komplett aus dem Verkehr gezogen würde. Der TI-Geschäftsführer in Deutschland, Christian Humborg, sagte: "Der Schein erleichtert Geldwäsche, Korruption und Steuerhinterziehung." Bei der EZB reagiert man gelassen auf die Forderungen. "Das ist im Moment überhaupt kein Thema", sagt ein EZB-Sprecher - und verweist auf die neue Banknotenserie, die EZB-Präsident Mario Draghi erst im Januar vorgestellt hatte.
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