22.08.2017 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Fröste und Regen vermiesen Bauern den Ertrag Ernte als Nervenspiel

Berlin. Widriges Wetter mit Frühjahrsfrösten und sommerlichem Dauerregen hat den Landwirten in weiten Teilen Deutschlands die Ernte vermiest. Hereinkommen dürften 44,5 Millionen Tonnen Getreide und damit zwei Prozent weniger als im bereits enttäuschenden Vorjahr. Das teilte der Bauernverband mit. Viele Obstbauern verzeichnen massive Einbußen.

Nachtfrost schadete den Apfelblüten im April: Nach vielerorts schwierigen Wetterbedingungen zieht der Deutsche Bauernverband eine enttäuschende Ernte-Bilanz. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
von Agentur DPAProfil

So hätten erst eisige Aprilnächte und später Hagel und Starkregen Schäden von mehr als 400 Millionen Euro bis hin zu regionalen Totalausfällen angerichtet. Unter anderem bei Äpfeln und Birnen dürften sich die Mengen im Vorjahresvergleich halbieren. Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte, die Ernte sei vielerorts zu einem Nervenspiel geworden. Zeitweise waren völlig durchnässte Böden nicht befahrbar. Dabei schlugen sich die Wetterbedingungen regional unterschiedlich nieder. So fielen in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein die Erträge laut Bauernverband nach einem sehr schwachen Vorjahr deutlich besser aus. Landwirte im Westen und Südwesten mussten aber weitere Einbußen hinnehmen.

Bei den Preisen, die Bauern erzielen können, sei die Entwicklung allerdings etwas besser. Für Brotweizen seien derzeit 153 Euro pro Tonne zu bekommen, nachdem es im Vorjahr 143 Euro gewesen seien.

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