24.10.2017 - 20:40 Uhr
Deutschland & Welt

Frost im Früjahr schadet Reben Weinproduktion auf niedrigsten__Stand seit 1961

Paris. Die weltweite Weinproduktion ist in diesem Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1961 gefallen. Laut einer ersten Schätzung der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) kamen die Winzer auf 247 Millionen Hektoliter - 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Grund sei, laut Generaldirektor Jean-Marie Aurand, vor allem der Frost, der im Frühjahr wichtige europäische Anbaugebiete getroffen hatte.

Weintrauben hängen an einer Rebe. Aufgrund des Frosts im Frühjahr fällt die Weinernte in diesem Jahr sehr mager aus. Wie sich das auf die Preise auswirkt. ist noch unklar. Bild: Hinterberger
von Agentur DPAProfil

Die italienischen Winzer verzeichnen Einbußen von fast einem Viertel der Weinmenge (minus 23 Prozent), Frankreich von fast einem Fünftel, Spanien von 15 Prozent. Die drei Spitzenreiter stehen für 44 Prozent der weltweiten Produktion.

Die deutschen Winzer kommen laut einer Schätzung des Deutschen Weininstituts auf 7,5 Millionen Hektoliter (minus 18 Prozent). Die OIV führte in ihrer Statistik dagegen einen Rückgang um 10 Prozent auf. Weininstituts-Sprecher Ernst Büscher sagte jedoch, dass es sich dabei um eine frühere Schätzung handele, die überholt sei. Aurand sagte, es sei sehr schwer zu sagen, welche Folgen die schwache Ernte auf die Preise haben wird. Er wies darauf hin, dass Lagerbestände aus früheren Jahren genutzt werden könnten, um die Folgen abzufedern.

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