Geely-Gründer Li Shufu wird größter Aktionär
Einstieg bei Daimler wirft Fragen auf

Stuttgart. Mit seinem Einstieg als größter Aktionär beim Autobauer Daimler wirft Geely-Gründer Li Shufu weiter viele Fragen auf - nicht nur nach seinen Motiven. Die Vertreter der Arbeitnehmerseite im Daimler-Aufsichtsrat kündigten am Montag an, das Engagement des chinesischen Auto-Konzerns genau unter die Lupe zu nehmen. Groß alarmiert zeigten sie sich jedoch nicht. Börsenexperten warnten hingegen, dass Geely nun zu viel Einblick in Strategie und Technologie des Konzerns bekommen könnte. Daimler selbst schwieg dazu auch am Montag und verwies auf die Vertraulichkeit von Investorengesprächen. Der chinesische Milliardär war vergangene Woche mit knapp zehn Prozent der Anteile bei Daimler eingestiegen und damit auf einen Schlag größter Einzelaktionär des Stuttgarter Autobauers geworden. Zwar war zuvor bekannt, dass die Geely-Gruppe Interesse an Daimler hat. Dass Li es schafft, aus dem Stand so groß einzusteigen ohne dass es vorher bekannt wird, hatte dann aber doch überrascht. Die übrigen Daimler-Aktionäre zeigten sich vom Geely-Einstieg alles andere als begeistert.

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