29.04.2011 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gemeinderat gibt grünes Licht - Schadhafter Durchlass Zimmerei statt Sägewerk

Guteneck (haa) Das bestehende Sägewerk an der Nabburger Straße wird umgebaut und erweitert in eine Zimmerei mit einer geräumigen Abbundhalle. Einen entsprechenden Bauantrag des jetzigen Besitzers Franz Beer aus Luigendorf behandelte der Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung. Die Gebäude werden nach dem Umbau an einen Zimmereibetrieb vermietet.

Bild zu Artikel Zimmerei statt Sägewerk
von Redaktion OnetzProfil

Das Gelände liegt im Außenbereich. Im wirksamen Flächennutzungsplan der Gemeinde sind die Flächen als Gewerbegebiet dargestellt. Nach dem Baugesetzbuch können sonstige Vorhaben im Einzelfall zugelassen werden, wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist. Das Grundstück ist an die zentrale Abwasseranlage der Gemeinde Guteneck anzuschließen.

Öffentliche Belange stehen dem Vorhaben aus Sicht der Gemeinde nicht entgegen, gab Bürgermeister Wilhelm bekannt. Der Gemeinderat begrüßte die Baumaßnahme und erteilte das gemeindliche Einvernehmen. Das Betriebsgelände ist mittlerweile sauber aufgeräumt. Die bestehenden Gebäude haben auch einen neuen gefälligen Anstrich erhalten und tragen somit zur Ortsverschönerung bei.

Der Durchlass am Nabburger Bergweg über den Graben unterhalb des Sägewerkes ist mittlerweile schadhaft geworden. Das betonierte Bauwerk weist mehrere Risse auf. Darüber hinaus sind an den Fundamenten teilweise Unterspülungen erkennbar. Ein Neubau ist zwar nicht erforderlich, doch ist eine Sanierung notwendig. Nach kurzer Beratung legte der Gemeinderat fest, dass im Zuge der Straßenbaumaßnahme in Weidenthal ein Angebot von der dort tätigen Baufirma wegen einer Reparatur eingeholt werden sollte.

Gegen Leerstände

Bei der kürzlich stattgefundenen Ortsversammlung in Guteneck wurde von den Fachkräften der Leerstandsoffensive das LAG-Leerstandskonzept vorgestellt, gab der Bürgermeister bekannt. Auch in Guteneck sind, vor allem im Ortskern, mittlerweile einige Wohnhäuser und andere Gebäude nicht mehr bewohnt. Bezogen auf die Altersstruktur und die demografische Entwicklung werden künftig noch weitere Leerstände dazu kommen. Die Experten zeigten daher Lösungsmöglichkeiten auf, wie verwaiste Wohnhäuser oder Hofstellen wieder benutzt und belebt werden können, um einem "Aushöhlen" des Innerortsbereiches entgegen zu wirken.

In der weiteren Versammlung wurde klargestellt, dass die Rechtlergrundverteilung in Guteneck schon vor längerer Zeit abgeschlossen wurde. Die Bewirtschaftung des Kommunalwaldes obliegt der Gemeinde.

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