31.08.2017 - 21:18 Uhr
Deutschland & Welt

Gerüchte um Ablösung des VDA-Präsidenten Wirbel um Wissmann

Die Autobranche ist durch die Diesel-Abgasaffäre unter Druck. Für Aufregung sorgt nun ein Bericht zum Chef des VDA. Die Debatte über ein Verbot für Verbrennungsmotoren geht weiter. Greenpeace nennt ein neues Datum für einen Ausstieg.

VDA-Präsident Matthias Wissman (rechts) mit dem Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, Dieter Zetsche. Bild: Soeren Stache/dpa
von Agentur DPAProfil

Berlin/Hamburg. Mitten in der Diesel-Debatte und kurz vor der Branchenmesse IAA gibt es Wirbel um die Zukunft des Auto-Cheflobbyisten Matthias Wissmann. Daimler, BMW und Volkswagen wiesen am Donnerstag einen Bericht zurück, sie planten dessen Ablösung. Das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" hatte unter Berufung auf Industriekreise berichtet, Daimler, BMW und VW wollten nach der IAA einen anderen Präsidenten an der VDA-Spitze.

Der ehemalige Bundesverkehrsminister Wissmann ist seit zehn Jahren Präsident des Verbandes der Automobilindustrie. Der Vertrag des 68-Jährigen war im November 2016 bis November 2018 verlängert worden. Bei einer Internet-Pressekonferenz sagte Wissmann, auf der IAA stünden neben der digitalen Vernetzung alternative Antriebe und die Zukunft des noch lange benötigten Verbrennungsmotors im Zentrum.

Die Grünen fordern, dass von 2030 an keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr neu zugelassen werden dürfen. Der Umweltverband Greenpeace sprach sich für einen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor ab 2025 aus. Dies ist einer der zentralen Punkte einer Studie des Wuppertal Instituts für ein "Mobilitäts-Szenario 2035". Es sei möglich, bis 2035 beim Verkehr in Deutschland ohne Öl auszukommen. Das Szenario der Studie sieht vor, dass die Zahl der Autos bis 2035 auf 200 private Pkw pro 1000 Einwohner sinkt - 2015 waren es 548. Auch seien höhere Kosten für Anschaffung und Besitz eines privaten Pkw von "grundlegender Bedeutung". Bis 2035 solle die Pkw-Flotte fast vollständig auf Elektroantriebe umgestellt sein.

Die Abhängigkeit vom eigenen Auto soll durch neue Mobilitätsdienstleistungen und eine bessere Vernetzung von Verkehrsangeboten verringert werden.

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