23.04.2017 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Hannover Messe: Zeitalter intelligenter Roboter

Roboter werden intelligenter - und können immer präzisere Vorhersagen zum menschlichen Verhalten machen. Die Hannover Messe verspricht Antworten auf die Frage, wie diese Unternehmen nutzen können. Die Fertigung wird flexibler gestaltet.

Handschlag auf eine gemeinsame Zukunft? Eine computergesteuerter Greifhand (links) reicht einem Menschen bei der Hannover Messe die Hand. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Hannover. Auf der Suche nach Industrietrends und neuen Geschäftsmodellen kommen rund 6500 Aussteller und wohl 200 000 Besucher von diesem Montag an zur Hannover Messe. Bei der fünftägigen Leistungsschau wollen sie selbst sehen, was es unter dem Schlagwort digitaler Wandel bereits an Anwendungsbeispielen für die Industrie von morgen ("Industrie 4.0") gibt. Denn die Messe gilt zunehmend als Orientierungs-Plattform bei der Frage, welchen Nutzen die technischen Innovationen für Betriebe haben. Messe-Schwerpunkte:

Roboter: Roboter sind diesmal das Trendthema der Messe. Vor allem die Industriehelfer ermöglichen, in immer neue Dimensionen vorzustoßen. Ob in der Fertigung, der Logistik oder im privaten Haushalt: Die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter wird ausgefeilter. Der Hersteller Festo etwa zeigt einen pneumatischen Leichtroboter, der feinfühlige Bewegungen ausführt. Von Franka Emika kommen Roboter-Apps, die das Programmieren dieser mechanischen Helfer mit ihren komplexen Fähigkeiten zur Minuten-Sache machen.

Künstliche Intelligenz (KI): Sie geht einher mit dem Roboterthema und befähigt die mechanischen Helfer, selbst zu lernen, sich zu optimieren und dem Menschen anzupassen. Auf der Messe demonstriert das der Tischtennis spielende Roboter "Forpheus" von Omron Electronics. Er kann eine Flut an Informationen so verarbeiten, dass er Ereignisse wie komplexe Bewegungen vorherzusehen vermag. Die Bahn des von seinem Gegenüber aufgeschlagenen Balls kann er mit 80 Berechnungen pro Sekunde präzise vorhersagen.

Smart Factory: Digital vernetzte Industrieanlagen wie sie etwa der Roboterhersteller Kuka zeigt, verkürzen nicht nur die Produktionszeit, sondern ermöglichen größtmögliche Flexibilität. In der Praxis ermöglicht das etwa die schnelle Integration von Sondermodellen in der Fertigung.

Energiesysteme: Den Energiesystemen der Zukunft spüren viele Aussteller auf der Messe nach. Dabei stehen neben Brennstoffzellen auch semi-transparente Solarmodule im Fokus, die sich in die Glasfassade integrieren lassen. Das Karlsruher Institut für Technologie zeigt etwa transparente Solarzellen, die sich in Brillengläser integrieren lassen und somit Strom erzeugen können.

Daten und Datensicherheit: Daten gelten als Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Kaum eine Firma, die nicht mit ihrer smarten Nutzung plant. Daher gewinnt die Sicherheit mit zunehmender Datennutzung enorm an Bedeutung. Viele Unternehmen zeigen, wie wichtig der Schutz der Daten ist.

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