25.01.2017 - 14:10 Uhr
Deutschland & Welt

Ifo-Geschäftsklimaindex geht zurück Brexit und Trump

München. Die deutsche Wirtschaft läuft weiter auf Hochtouren - aber für das kommende Halbjahr sind die Unternehmen deutlich skeptischer. Der vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex sank deshalb von 111,0 auf 109,8 Punkte. Volkswirte erklärten das am Mittwoch mit wachsenden Sorgen wegen des Brexits und der Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump.

von Agentur DPAProfil

Die rund 7000 vom Ifo-Institut befragten Unternehmen schätzten ihre Lage im Januar zwar hervorragend ein: Der Teilindex stieg um 0,2 auf 116,9 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit 2011. Aber die Firmen zeigten sich für die kommenden Monate deutlich vorsichtiger. Der Erwartungsindex fiel um 2,3 auf 103,2 Punkte. Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe sprach von einem "kleinen Stimmungsdämpfer", der nicht überbewertet werden sollte. Es herrsche Ungewissheit, aber "in allen Branchen ist das Niveau sehr gut". In der Industrie sei die Kapazitätsauslastung gestiegen, die Firmen seien noch zufriedener mit ihrer Lage. Auch die Produktionserwartungen und die kurzfristigen Exporterwartungen für die nächsten drei Monate hätten zugelegt. Für die nächsten sechs Monate allerdings seien die Geschäftserwartungen in den wichtigen Industriebranchen merklich weniger optimistisch.

Der Chefvolkswirt der KfW-Bank, Jörg Zeuner, sagte: "Die hohe Auslastung der Firmen sollte eigentlich für gute Laune in den Chefetagen sorgen" - aber "die Risiken aus Brexit und amerikanischer Isolationspolitik sind hoch". Obwohl die deutsche Wirtschaft gut laufe, investierten die Unternehmen nur vorsichtig.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.