22.02.2018 - 20:20 Uhr
Deutschland & Welt

Index für Geschäftsklima sinkt Stimmung unter Unternehmen wird schlechter

München. Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Februar deutlich verschlechtert. Der Geschäftsklima-Index fiel um 2,2 Punkte auf 115,4 Zähler, wie das Ifo-Institut am Donnerstag in München mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 117,0 Punkte gerechnet. Allerdings lag der Index zuvor auf hohem Niveau. Im Januar war Deutschlands bedeutendster konjunktureller Frühindikator auf einen Rekordstand gestiegen. "Die deutsche Wirtschaft tritt auf die Euphoriebremse", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die "sehr gute" Stimmung in den Chefetagen habe einen deutlichen Dämpfer erhalten. Insgesamt deute die Entwicklung auf ein Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von 0,7 Prozent hin. Das wäre ein etwas höherer Wert als im Schlussquartal 2017 und ein immer noch robustes Wachstum.

von Agentur DPAProfil

Am deutlichsten sank die Einschätzung der Unternehmen für das kommende halbe Jahr. Der Indikator fiel um 2,9 Punkte auf 105,4 Zähler. Die Bewertung der aktuellen Lage sank um 1,5 Punkte auf 126,3 Zähler. Dies ist immer noch der zweithöchste Wert seit 1991. Das Geschäftsklima trübte sich in allen betrachteten Wirtschaftsbereichen ein, also in der Industrie, im Groß- und Einzelhandel sowie im Baugewerbe. Das Ifo-Geschäftsklima ergibt sich aus einer monatlichen Befragung von etwa 7000 Unternehmen. Die Prognosekraft für das laufende Wirtschaftswachstum gilt als hoch.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp