02.03.2018 - 20:12 Uhr
Deutschland & Welt

Infineon liefert neue Technik Gesichtserkennung für Android

Apple hat mit seinen "Face-ID"-System die Gesichtserkennung in Smartphones auf ein neues Niveau gebracht. Der deutsche Infineon-Konzern könnte Android-Herstellern helfen, mit dem I-Phone-Konzern gleichzuziehen.

von Agentur DPAProfil

Barcelona/Peking Der Chipspezialist Infineon will Hersteller von Android-Smartphones mit ausgefeilter Technik zur Gesichtserkennung in der Liga von Apples I-Phone X beliefern. Die Münchener Firma zeigt auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona den Prototypen eines Systems, das mit Hilfe von Laserstrahlen ein 3D-Abbild des Nutzers erstellt. Die Produktion der Systeme soll Ende des Jahres anlaufen, sie könnten damit 2019 in Smartphones auftauchen.

Auch diverse bisherige Telefone mit dem Google-Betriebssystem Android lassen sich per Gesichtserkennung entsperren. Sie setzen aber in vielen Fällen auf einfache Bilderkennung und konnten mit Fotos ausgetrickst werden. Apple ersetzte bei seinem aktuellen Top-Smartphone I-Phone X die vorherige Entsperrung per Fingerabdruck durch eine komplexe Gesichtserkennung mit Infrarot-Strahlen und Lasern. Das System füllt die Aussparung am oberen Bildschirmrand des I-Phone X aus.

Zudem will Infineon mit einem neuen Joint Venture vom Boom bei E-Autos in China profitieren. Der Konzern eröffnete am Freitag ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Autobauer SAIC, das in China sogenannte Power-Module produziert wird. Diese Geräte steuern die Motoren von E-Autos und sorgen dafür, dass Strom aus der Batterie effizient genutzt wird. Das Joint Venture mit dem Namen SIAPM hat seinen Hauptsitz in Shanghai, gefertigt werden soll in der ostchinesischen Stadt Wuxi, wo Infineon bereits ein Werk betreibt. Bisher bedient Infineon den Markt für Power-Module ausschließlich aus Warstein.

Marktforscher erwarten, dass bis 2020 jährlich zwei Millionen E-Autos und Plug-in-Hybridfahrzeuge, die mit Strom und Benzin fahren, in China vom Band laufen. Bis 2024 sollen es mehr als vier Millionen sein. "Mit unserem Joint Venture werden wir unsere Kunden für Elektrofahrzeuge in China noch schneller bedienen", sagte Infineon-Vorstandsmitglied Jochen Hanebeck laut Mitteilung .

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