26.03.2018 - 11:14 Uhr
Deutschland & Welt

Israelische Diamantenbörse bringt eigene Kryptowährung auf den Markt Konkurrenz für Bitcoin wächst

Tel Aviv. Die israelische Diamantenbörse in Ramat Gan nahe Tel Aviv will mit einem israelischen Start-up eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen. Die Digitalwährung "Carat" soll schon bald zum Kauf angeboten werden. "So wie sich die Dinge entwickeln, werden wir den ,Carat' im Mai in den Handel bringen", sagte Nadav Perl, einer der Hauptverantwortlichen bei dem Start-up Carats.io, vor Journalisten. Das Start-up stellt die notwendige Technologie bereit.

Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin gelten als riskante Geschäfte. Die israelische Diamantenbörse will dagegen eine sichere Anlage schaffen - mit ihren edlen Steinen. Bild: Abir Sultan/dpa
von Agentur DPAProfil

Das Besondere an "Carat" ist die Deckung der Währung mit Diamanten. "Wenigstens 50 Prozent der ausgegebenen Währung wird von Diamanten gedeckt sein", sagte Perl. Dies soll Investoren mehr Sicherheit geben und das Vertrauen in die neue Währung stärken.

Die Währung soll es ermöglichen, in Diamanten zu investieren, ohne tatsächlich Diamanten kaufen zu müssen. "Der ,Carat' wird einen Sekundärmarkt für Diamanten schaffen, wie wir ihn aus dem Goldgeschäft kennen", erklärte der Geschäftsführer der Börse, Eli Avidar. Die israelische Diamantenbörse gilt als einer der größten Handelsplätze für Diamanten weltweit. Edelsteine im Wert von 7 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 5,7 Milliarden Euro) wurden 2017 hier gehandelt. Weltweit existieren derzeit rund 1500 verschiedene Kryptowährungen. Die bekannteste ist der Bitcoin. Der Wert der knapp 17 Millionen digitalen Einheiten hat seit Jahresbeginn 2018 allerdings stark nachgelassen. Als ein Grund gilt das harsche Vorgehen japanischer und amerikanischer Behörden gegen Krypto-Börsen.

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