27.02.2018 - 21:50 Uhr
Deutschland & Welt

Jahresüberschuss verdoppelt Bundesbank: 1,9 Milliarden für den Bund

Frankfurt. Für 2017 überweist die deutsche Notenbank dem Bund 1,9 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es 399 Millionen Euro. Geplant hatte das Finanzministerium allerdings mit 2,5 Milliarden Euro.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Bild: Fabian Sommer/dpa
von Agentur DPAProfil

Der Jahresüberschuss der Notenbank verdoppelte sich im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 auf 2 Milliarden Euro. Davon flossen 100 Millionen in die Rücklage für Pensionsverpflichtungen. Die verbleibenden 1,9 Milliarden Euro gehen an den Bund. Die Vorsorge für Risiken aus der gemeinsamen Geldpolitik für den Euroraum erhöhte die Notenbank noch einmal.

Die Wagnisrückstellungen wurden um 1,1 Milliarden Euro auf 16,4 Milliarden Euro aufgestockt. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann begründete dies mit Zinsänderungsrisiken, die sich aus den wachsenden Wertpapierbeständen aus dem Ankaufprogrammen im Rahmen der EZB-Politik ergäben. Die wichtigste Quelle des Bundesbank-Gewinns sind Zinserträge. Binnen Jahresfrist stieg der Nettozinsertrag um 0,9 Milliarden auf 4,2 Milliarden Euro.

Weidmann sieht durch den Konjunkturaufschwung im Euroraum gute Chancen, dass sich die Inflation dem Ziel von knapp unter zwei Prozent annähert, bei dem die Europäische Zentralbank Preisstabilität gewahrt sieht. Er mahnte: "Aus meiner Sicht ist es wichtig, den geldpolitischen Expansionsgrad allmählich und verlässlich zurückzuführen, sobald die Aussichten für die Preisentwicklung im Euroraum es erlauben."

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