30.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kartellamt verhängt Bußgeld gegen Matratzenhersteller Mindestpreise vereinbart

von Agentur DPAProfil

Das Bundeskartellamt hat ein Bußgeld von 8,2 Millionen Euro gegen einen Matratzenhersteller wegen unzulässiger Preisvorgaben verhängt. Die Wettbewerbshüter werfen der Recticel Schlafkomfort GmbH vor, zwischen Juli 2005 und Dezember 2009 beim Vertrieb von Matratzen der Marke Schlaraffia mit Händlern Mindestpreise vereinbart zu haben.

Einigen Händlern sei auch mit Lieferverzögerungen oder rechtlichen Schritten gedroht worden, wenn sie ihre Angebote nicht an die von dem Unternehmen vorgegebenen Preise anpassten, teilte die Behörde am Freitag mit. Das verhängte Bußgeld ist noch nicht rechtskräftig. Bei der Festsetzung sei berücksichtigt worden, dass das Unternehmen mit den Wettbewerbshütern kooperiert habe. Verfahren gegen drei weitere Hersteller laufen noch, so das Kartellamt. Hintergrund der illegalen Praktiken soll nach Informationen der "Welt" vor allem der Preiskampf zwischen Internet-Anbietern und klassischen Fachhändlern gewesen sein.

Ein Sprecher des zum belgischen Recticel-Konzerns gehörenden Bochumer Unternehmens wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass die angemahnte Vertriebspraxis bereits vor der Aufnahme der Ermittlungen durch das Bundeskartellamt eingestellt worden sei. Kartellamtspräsident Andreas Mundt wies darauf hin, dass Hersteller zwar unverbindliche Preisempfehlungen aussprechen könnten, verbindliche Vorgaben oder Druck seien jedoch nicht zulässig.

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