11.10.2017 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Kein Pumpspeicherkraftwerk im Schwarzwald

Karlsruhe. Der Energieversorger EnBW hat seine Pläne zum Bau eines riesigen Pumpspeicherkraftwerks im Südschwarzwald aufgegeben. Das Milliardenprojekt in Atdorf werde nicht weiter verfolgt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Karlsruhe mit. Nach der Auswertung eines dreiwöchigen Erörterungstermins sei man zu dem Schluss gekommen, dass mit den weiteren Projektschritten kosten- und zeitintensive Arbeiten nötig wären und ein Zeitpunkt für die Umsetzung des Projekts dennoch ungewiss sei.

Protestparolen gegen ein geplantes Pumpspeicherkraftwerk in Atdorf in Herrischried (Baden-Württemberg) geschrieben auf eingepackte Strohballen. Energieversorger EnBW legte die Pläne nun ad acta. Bild: Rolf Haid/dpa
von Agentur DPAProfil

Das 1,6 Milliarden Euro teure Vorhaben war von Anfang an umstritten. Gemeinden, Umweltverbände und Bürgerinitiativen lehnten es ab. Den 2008 begonnenen Planungen zufolge sollten unter anderem eine 75 Meter hohe Staumauer und zwei künstliche Seen gebaut werden. Umweltverbände wie der BUND hatten das Projekt stets als Gefahr für die Tier- und Pflanzenwelt in der Region kritisiert. Pumpspeicherkraftwerke können zur Sicherheit der Stromversorgung beitragen. EnBW will nach eigenen Angaben bei Speichertechnologien jetzt neue Prioritäten setzen.

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