10.10.2017 - 18:34 Uhr
Deutschland & Welt

Kilopreis für Obst steigt: Apfelernte: Verlust trotz höherer Preise

Friedrichshafen. Angesichts einer schlechten Apfelernte rechnen die Landwirte 2017 mit deutlichen Verlusten - obwohl die Preise für das Obst steigen dürften. "Wir haben europaweit eine deutlich kleinere Ernte, weil es in vielen Ländern massiven Frost gab", sagte Jürgen Nüssle von der Marketinggesellschaft Obst vom Bodensee. "Das lässt zwar den Preis steigen - allerdings reicht das bei Weitem nicht aus, um die Schäden zu kompensieren."

Äpfel der Sorte "Jonagored" hängen in Jork (Niedersachsen) am Baum. Die Obstbauern in Niedersachsen und Hamburg befürchten wegen des schlechten Wetters herbe Verluste bei der Apfelernte. Bild: Carmen Jaspersen/dpa
von Agentur DPAProfil

Der Bodensee ist neben dem Alten Land in Hamburg und Niedersachsen eines der wichtigsten Anbaugebiete für Äpfel in Deutschland. Der Großteil der dortigen Ernte geht in den Groß- und Einzelhandel, wie Nüssle sagte. Die Kunden müssten derzeit mit einem Kilopreis von rund 2,99 statt 1,99 Euro rechnen. Wie viel beim Erzeuger ankommt, lasse sich pauschal nicht sagen - das sei etwa abhängig von der Sorte. "Es ist aber sicher weniger als die Hälfte." Später Frost mitten in der Blütezeit im April hatte vielen Apfelbauern die Ernte verdorben.

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