13.04.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Konjunkturumfrage der Handwerkskammer in Ostbayern - Etwas nachlassende Dynamik Handwerk weiterhin "sehr zufrieden"

von Redaktion OnetzProfil

Regensburg. Die wirtschaftliche Lage des Handwerks ist bereits im dritten Jahr in Folge sehr zufriedenstellend, berichtet die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in ihrem Konjunkturbericht zum 1. Quartal 2013. Obwohl der Geschäftsklima-Index im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen ist, startete das Handwerk dennoch aus einer guten Position in das neue Wirtschaftsjahr. "Die positiven Erwartungen der Handwerksbetriebe und deren Vertrauen in die künftige Konjunktur lassen einen guten Verlauf des Wirtschaftsjahres 2013 erkennen": Das ergab die aktuelle Umfrage der Handwerkskammer unter mehr als 600 ostbayerischen Betrieben.

Der Geschäftsklima-Index liegt für das Gesamthandwerk stabil bei 24 Prozentpunkten. Von guten Werten berichten das Bauhauptgewerbe, das Ausbaugewerbe und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf.

Weniger Investitionen

Deutliche Rückgänge verzeichnet das Kraftfahrzeuggewerbe mit einem Minus von zwölf Prozentpunkten. Sowohl die aktuelle als auch die zukünftige Geschäftslage schätzen die Betriebe im Vergleich zum Vorjahresquartal etwas schlechter ein. Die Erwartungen für die nächsten drei Monate haben sich jedoch zum letzten Quartal deutlich verbessert und bleiben auf hohem Niveau.
13 Prozent weniger Betriebe als im Vorquartal berichten von steigenden Umsätzen. Dies zeigt deutlich auf, dass die Dynamik nachgelassen hat. Der negative Beschäftigungssaldo allerdings sei rein saisonbedingt, wie aus dem Bericht der Kammer hervorgeht. 16 Prozent der Betriebe mussten aufgrund der saisonalen Witterung Mitarbeiter freisetzen. Auch die Investitionstätigkeit ist zurückgegangen: 29 Prozent der Betriebe haben Investitionen getätigt - das sind fünf Prozent weniger als in den Vergleichsmonaten des letzten Jahres.

Die Erwartungen sind wie im Vorjahr grundsätzlich positiv, trotz der leicht rückläufigen Geschäftslage. 30 Prozent der Betriebe gehen von steigenden Auftragseingängen und 32 Prozent von steigenden Umsätzen aus.

Fachkräftemangel steigt

Weiter plädiert die Kammer in ihrem Konjunkturbericht dafür, dass die ausstehenden politischen Entscheidungen zur Förderung der Energieeffizienz endlich getroffen werden. Deshalb fordere die Handwerkswirtschaft umso mehr Planungssicherheit ein. "Nur so lassen sich die positiven Geschäftserwartungen aus dem Handwerk umsetzen und die Betriebe können sich für die Herausforderungen wie den zunehmenden Fachkräftemangel und die demografischen Veränderungen rüsten."

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