09.07.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Liebensteiner Kartonagenwerk: 27 Millionen Euro für Hochregallager und Maschinen Die Liebensteiner packen's wieder

"Jetzt ist erst einmal Schluss", beteuerte Bernhard Schön noch vor drei Jahren. Da hatte der "Schachtelmacher" innerhalb von 18 Monaten gerade 50 Millionen Euro in ein neues Produktions- und Logistikzentrum gesteckt und das modernste Wellpappeverarbeitungswerk Europas geschaffen. Jetzt nimmt der umtriebige Unternehmer nochmals 27 Millionen Euro in die Hand.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner überreichte den Geschäftsführern der Liebensteiner Kartonagenwerke, Elfriede und Bernhard Schön (von links), die Förderurkunde. MdL Tobias Reiß gratulierte. Bild: hfz
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Die Geschäfte gehen so gut, dass der Kartonagenhersteller das bestehende Hochregallager mit seiner modernsten Fördertechnik erweitern und die Fertigungshalle vergrößern muss. Das kostet so gut und gerne 16,3 Millionen Euro. Weitere 10,7 Millionen sind für zusätzliche und leistungsfähigere Produktionsmaschinen notwendig. Die Arbeiten laufen bereits, sollen letztendlich bis Ende 2016 abgeschlossen sein.

Liebenstein schafft 20 neue Arbeitsplätze

Mindestens 20 neue Arbeitsplätze werden geschaffen, weitere 231 gesichert. Das Familienunternehmen hat eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich, vom kleinen Zweimann-Betrieb zum anerkannten Verpackungsspezialisten. Im aktuellen Hochregallager halten die "Liebensteiner" auf insgesamt 84 000 Quadratmeter 57 000 Palettenstellplätze vor. Mehr als 2000 Kunden vertrauen auf die Stiftländer, von international tätigen Automobilfirmen bis zur Medizintechnik.

Mit der Investition einher gehen auch eine weitere Firmenansiedlung und damit zusätzliche Arbeitsplätze. Ursprünglich wollten die "Schachtelmacher" die Wellpappe selbst herstellen. Nun wird allerdings der Lieferant Prowell eine Anlage vor Ort betreiben. Das Gebäude dazu errichtet die Einzelfirma Bernhard Schön und verpachtet es an den Rohstoff-Hersteller. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner würdigte am Mittwoch bei der Übergabe der Förderurkunde den Unternehmermut der Familie Schön. Der Mittelständler profitiert mit einem Satz von bis zu 29 Prozent noch von der bis 30. Juni verlängerten Förderkulisse zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Das Unternehmen hat seit 2004 immer wieder Regionalförderung erhalten und damit 85 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

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