12.03.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Mehr als 2200 gefährliche Produkte Fidget-Spinner können auch gefährlich sein

Brüssel. Europäische Verbraucherschutzbehörden haben im vergangenen Jahr mehr als 2200 gefährliche Produkte gemeldet. Es folgten europaweit fast 4000 Rückrufaktionen, Verkauf- oder Importstopps. Das teilte die EU-Kommission am Montag mit.

von Agentur DPAProfil

Diese Werte lagen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. "Das System funktioniert gut und die Behörden reagieren auf die Warnungen", sagte EU-Kommissarin Vera Jourova in Brüssel. 29 Prozent der Meldungen betraf Spielzeug, gefolgt von Kraftfahrzeugen (20 Prozent) und Bekleidung (12 Prozent). Unter anderen wurden elf Modelle der bei Kindern so angesagten Fidget-Spinner gemeldet. Die kleinen Spielzeuge enthielten etwa gefährliche Chemikalien oder Batterien, die hätten verschluckt werden können.

Wie schon im Vorjahr kam mehr als die Hälfte der beanstandeten Produkte (53 Prozent) aus China. Mit gut 350 Meldungen war Deutschland der Staat, aus dem die meisten Warnmeldungen kamen. Für die Anzahl der Meldungen eines Landes gibt es nach Angaben der EU-Kommission viele Gründe: unter anderem die Größe des Marktes, das Importvolumen und die Erfahrungswerte der Kontrolleure. Die europäischen Behörden alarmieren sich seit 2004 gegenseitig über ein Schnellinformationssystem, wenn irgendwo in der EU und drei weiteren beteiligten Ländern ein gefährliches Produkt entdeckt wird. Auch zwischen China und der EU-Kommission gibt es einen regelmäßigen Austausch.

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