07.03.2018 - 20:52 Uhr
Deutschland & Welt

Mitten im Konzernumbau erhöht Schaeffler erhöht die Dividende Aktionäre bei Laune halten

Herzogenaurach/München. In mitten eines teuren Konzernumbaus will der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler die Aktionäre mit einer höheren Dividende bei der Stange halten. Vorstandschef Klaus Rosenfeld verteidigte bei der Vorlage des Geschäftsberichts am Mittwoch in Herzogenaurach die Neuaufstellung, mit der er den Konzern für den Wandel in der Automobilindustrie rüsten will. Der Fokus auf E-Mobilität mit der Einführung eines neuen Geschäftsbereichs wird allerdings - wie bereits bekannt - im laufenden Jahr nochmals auf die Profitabilität des Unternehmens drücken. Schaeffler erhöht seine Ausschüttung um 5 Cent: Halter der Vorzugsaktien sollen für das vergangene Jahr 55 Cent je Anteilsschein bekommen. Für die stimmberechtigten Stammaktien, die vollständig im Besitz der Familie Schaeffler sind, sollen 54 Cent gezahlt werden.

von Agentur DPAProfil

Zum Jahreswechsel hat sich das Unternehmen eine neue Organisationsstruktur gegeben und stellt sein Geschäft nun auf drei Säulen. Neben dem Industriebereich gibt es nun zwei eigenständige Sparten für das Erst- und das Servicegeschäft mit der Autoindustrie. Wie teuer der Umbau den Konzern im laufenden Jahr zu stehen kommt, hat Schaeffler bislang offen gelassen. 2017 hatte Schaeffler seinen Umsatz währungsbereinigt um rund 6 Prozent auf 14 Milliarden Euro gesteigert. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) rutschte wegen des Umbaus und einer zeitweisen Schwäche im Automobilgeschäft um rund sieben Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro ab. Weil das Finanzergebnis besser ausfiel, verdiente der Konzern unter dem Strich so viel wie noch nie zuvor: Das Konzernergebnis kletterte um 14 Prozent auf 980 Millionen Euro.

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