21.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Nach 34 Jahren verlässt Steve Ballmer den Software-Riesen - Team LA Clippers gekauft Basketball statt Microsoft

34 Jahre sind ihm genug, neue Aufgaben rufen: Urgestein Steve Ballmer zieht sich beim Software-Riesen Microsoft zurück. In einem am Dienstag (Ortszeit) auf der Firmen-Webseite veröffentlichten Abschiedsbrief an Konzernchef Satya Nadella erklärte der langjährige Spitzenmanager, er wolle sich künftig andere Dinge - wie den LA Clippers - widmen. Ballmer hat das Basketball-Team jüngst für zwei Milliarden Dollar übernommen.

Steve Ballmer war der erste Angestellte bei Microsoft. Nun hat der 58-Jährige Zeit, sich um das von ihm übernommene Basketball-Team LA Clippers zu kümmern. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

"Es wäre unpraktisch für mich, dem Microsoft-Board weiter zu dienen, es ist das Beste, aufzuhören", schreibt Ballmer. Er wolle sich nun auf den Saisonstart der Clippers konzentrieren, unterrichten und studieren. Ballmer ist seit Dienstag nach langem Hickhack endgültig neuer Besitzer des NBA-Clubs aus Los Angeles. Zuletzt zog er bei dem Verein der nordamerikanischen Basketball-Profiliga eine filmreif inszenierte Antritts-Show ab. Das Spektakel erinnerte an Ballmers große Zeiten bei Microsoft: Unvergessen bleiben seine exaltierten Auftritte auf Firmenveranstaltungen, in denen er hüpfend skandierte: "I love this company". Der 58-Jährige war 1980 der erste Microsoft-Angestellte und danach rund 25 Jahre der starke zweite Mann hinter dem legendären Firmengründer Bill Gates, mit dem er den Konzern aufbaute. Bis er vor sechs Monaten Platz für Nadella machte, stand Ballmer knapp 13 Jahre selbst an der Spitze des Unternehmens, zuletzt als Mitglied des Verwaltungsrats.

Ballmers Nachfolger Nadella bedankte sich im Namen des ganzen Unternehmens und aller Top-Manager: "Es war ein großartiges Privileg, mit dir gearbeitet und von dir gelernt zu haben." Auch wenn Ballmers Erkenntnisse und Führungsstärke im Unternehmen vermisst würden, verstehe und unterstütze Nadella dessen Entscheidung.

Als Großaktionär bleibt Ballmer Microsoft erhalten. Er hält mit mehr als 333 Millionen Anteilsscheinen etwa vier Prozent am Unternehmen, ist noch vor Gates der größte Einzelaktionär. In dieser Rolle will er das Management auch weiter unterstützen.

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