Neike und Sen kommen
Siemens baut den Vorstand um

Cedrik Neike wechselt von Cisco zu Siemens. Bild: Siemens

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind wichtige Zukunftsthemen für Siemens. Die Führungsetage des Konzerns rüstet sich dafür jetzt mit einer Verjüngung und Erweiterung.

München. Siemens treibt seine Neuausrichtung auch mit einer Vorstandserweiterung voran. Als neue Mitglieder würden zum 1. April 2017 der Cisco-Manager Cedrik Neike (43) sowie der Eon-Finanzvorstand Michael Sen (48) in das Führungsgremium berufen, teilte der Konzern am Mittwoch in München mit. Zudem wird Roland Busch (52) mit Wirkung zum 1. Dezember neuer Technikvorstand. Er tritt damit die Nachfolge von Siegfried Russwurm an, dessen Vertrag Ende März 2017 ausläuft. Neike werde die Region Asien und Australien sowie die Division Energy Management verantworten. Beide Zuständigkeiten lagen bisher bei Busch. Sen soll im Vorstand die Medizintechnik verantworten, die Siemens an die Börse bringen will. Darüber hinaus wird er Funktionen wie die Zuständigkeit für den Einkauf und die IT von Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas (55) übernehmen.

"Mit Neike und Sen verjüngen wir den Vorstand von Siemens und erweitern die Kapazitäten des Gremiums. Damit sind wir noch besser für die künftigen Herausforderungen gerüstet", erklärte Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme. Busch wird auch die Start-up-Einheit next47 verantworten und zum 1. April kommenden Jahres zudem die Regionalzuständigkeit für den Nahen und Mittleren Osten sowie für die GUS-Staaten übernehmen. Zugleich bleibt er für das Geschäft mit Verkehrs- und Gebäudetechnik zuständig. Und auch Energie-Vorstand Lisa Davis bekommt zusätzliche Aufgaben: Sie leitet ab 1. Januar die US-Landesgesellschaft, deren bisheriger Chef Eric Spiegel ausscheidet.
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