01.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Neue Audi-Teststrecke in Neuburg: 47 Hektar und 460 Mitarbeiter Bayern-Stars durften schon Probe fahren

Der Autobauer Audi hat am Samstag im oberbayerischen Neuburg an der Donau sein neues Fahrzentrum eröffnet. Auf dem 47 Hektar großen Gelände befinden sich das "Kompetenzzentrum Motorsport", ein Bereich für Fahr- und Sicherheitstrainings sowie eine Abteilung der Technischen Entwicklung. 460 Mitarbeiter sollen hier künftig beschäftigt werden.

Eine Summe "im oberen zweistelligen Millionenbereich" investierte Audi in das Fahrzentrum in Neuburg an der Donau. Bild: Audi AG
von Agentur DPAProfil

Zu den Kosten sagte eine Sprecherin von Audi, es sei "eine Summe im oberen zweistelligen Millionenbereich" investiert worden, genauere Angaben gebe es nicht.

Der neue Gebäudekomplex ist insgesamt 300 Meter lang und 100 Meter breit, er umfasst Werkstatt, Prüfstandsgebäude und Lager-Logistik-Halle sowie das Hauptgebäude mit den Entwicklungsbüros. Am neuen Standort soll eng mit der Sport-Motorenentwicklung im Audi-Werk Neckarsulm zusammengearbeitet werden. Dort werden weiterhin die Rennmotoren konstruiert, erprobt werden sie dann in Neuburg. Auf dem Gelände befindet sich eine Teststrecke von insgesamt 3,4 Kilometern Länge sowie eine 30 000 Quadratmeter große sogenannte Dynamikfläche, auf der etwa Schleuderübungen durchgeführt werden.

Zu der Eröffnung durch den Vorstandsvorsitzenden der Audi AG, Rupert Stadler, waren mehr als 250 Gäste geladen, darunter Ministerpräsident Horst Seehofer und der Neuburger Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (beide CSU). Seehofer lobte das Unternehmen für dessen Bekenntnis zur Region: "Das schafft Arbeitsplätze, bedeutet Wachstum und ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit ganz Bayerns."

Anwohner sehen die Eröffnung des neuen Fahrzentrums weit weniger positiv. Schon während der Bau- und Testphase kam es immer wieder zu Beschwerden über den Lärm. Laut einem Bericht des "Donaukuriers" bemüht sich Audi jedoch, den Anwohnern entgegenzukommen. Laut einer Sprecherin gibt es bereits Lärmschutzwälle.

Einen Vorgeschmack auf den künftigen Geräuschpegel bot ein Besuch des FC Bayern München vor wenigen Tagen. Die Spieler durften das Gelände schon vorab testen und einige Runden im 500 PS starken Audi R8 drehen. Der Verein ist mit dem Konzern wirtschaftlich verbunden: Die Audi AG hält als einer der Anteilseigner 8,33 Prozent an der FC Bayern AG und stattet die Fußballer mit Dienstwagen aus.

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