Neue Rolle für Reisebüros
Navigator durch Flut an Informationen

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes. Bild: dpa

Bremen/Berlin. Trotz der starken Konkurrenz im Netz behaupten sich die stationären Reisebüros. Deren Zahl liege seit drei Jahren stabil bei rund 9900, sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, der dpa am Montag. Etwa 80 Prozent der Kunden, die ein Reisebüro aufsuchten, hätten sich bereits im Internet vorinformiert. "Das Reisebüro hat in Zukunft die etwas geänderte Rolle, den Kunden als Navigator durch die Informationsflut im Internet zu geleiten", erklärte Fiebig. Aufgabe sei es, die Wünsche der Kunden präzise aufzunehmen und in ein Reiseangebot zu übersetzen. "Das heißt, die Reisebüros müssen ihre Kompetenz und ihr Fachwissen immer à jour halten."

Das Thema Sicherheit hält Fiebig für die Beratung in Reisebüros und bei Veranstaltern zunehmend für wichtig. Die Anschläge in Brüssel, Nizza, Istanbul, München und in Berlin hätten deutlich gemacht, dass die Bedrohung in unmittelbarer Nachbarschaft angekommen sei. Das Sicherheitsbedürfnis und die Wahrnehmung von Sicherheit sei dabei individuell sehr unterschiedlich. "Eine große Aufgabe für Reisebüros und -veranstalter ist es, das Mögliche zu tun, um zu vermeiden, dass es zu einer Gefährdung kommt."
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