Niemand muss im Dunkeln sitzen

Der Versorger Flexstrom meldete am Freitag Insolvenz an. Kunden können aber zunächst gelassen bleiben: "Es besteht kein Grund zur Panik", sagte Jürgen Schröder von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Grundsätzlich gilt: Die Verträge zwischen dem Energieversorger und den Kunden bestehen weiter. "Sie haben einen Anspruch auf Erfüllung", erklärt Schröder. Das heißt, Flexstrom und die Tochterunternehmen müssen die Kunden weiter beliefern. Erst wenn das nicht mehr möglich sei, springe der Grundversorger ein. "Das kostet dann zwar etwas mehr." Im Dunkeln sitzen müsse aber kein Kunde. Aktiv werden müssten Verbraucher vorerst nicht. "Sie können abwarten, bis ein Insolvenzverwalter bestellt wurde", sagt Schröder. Denn erst dann werde entschieden, wie es mit dem Unternehmen weitergeht. Die monatlichen Abschläge sollten weiter bezahlt werden.

Wer den Stromverbrauch im Voraus bezahlt, sollte vorsichtig sein, sagt Schröder. "Solange man nicht weiß, ob das Unternehmen auch ein Jahr lang Strom liefern kann, sollte man nicht zahlen." In diesem Fall sollten Kunden dem Versorger schriftlich mitteilen, dass sie die Vorauszahlung erst überweisen, wenn sichergestellt sei, dass die Versorgung auch gewährleistet wird. (dpa)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.