Niki Lauda und Condor wollen Air Berlin
Neue Allianz im Bieterrennen

Niki Lauda steigt mit einer Allianz in den Wettbewerb um die marode Air Berlin ein. Bild: Uli Deck/dpa

Berlin. Kurz vor Ende der Bieterfrist für Air Berlin an diesem Freitag gibt es im Poker um die insolvente Fluggesellschaft eine neue Allianz. Der frühere Rennfahrer Niki Lauda will nach eigenen Aussagen gemeinsam mit einem Bündnis um den Ferienflieger Condor 100 Millionen Euro für die insolvente Air Berlin bieten, sagte Lauda am Donnerstag im Radiointerview des "Ö 1 Morgenjournals". "Jetzt müssen wir mal schauen, ob wir den Zuschlag bekommen", so der 68-Jährige. Der ebenfalls interessierte Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl deutete unterdessen an, dass die zahlreichen Flugausfälle der vergangenen Tage Investoren verschreckt haben könnten.

Weil etliche Piloten sich krankgemeldet hatten, waren am Dienstag und Mittwoch rund 200 Flüge ausgefallen. Am Donnerstag flogen die rot-weißen Maschinen nach Unternehmensangaben wieder weitgehend nach Plan. "Immer mehr Piloten melden sich fit zum Dienst", sagte eine Sprecherin. Es gab etwa zehn Streichungen. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hatte vor vier Wochen Insolvenz angemeldet und wird durch einen 150-Millionen-Euro-Kredit des Bundes in der Luft gehalten. Es gibt eine Reihe von Interessenten für Airline, die begehrte Start- und Landrechte hält.

Die Zukunft der insolventen Fluggesellschaft mit ihren mehr als 8000 Beschäftigten soll sich am Tag nach der Bundestagswahl entscheiden. "Der Plan ist, am 25. September die endgültige Entscheidung zu treffen", sagte Sprecher Ralf Kunkel.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.