08.03.2018 - 14:50 Uhr
Deutschland & Welt

Noch kein Einstieg in den Ausstieg EZB macht es spannend

Langsam bereitet die EZB die Märkte auf den Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik vor. Zunächst jedoch sind es vor allem Worte. Bald schon werden aber Taten erwartet.

von Agentur DPAProfil

Frankfurt. Europas Währungshüter tasten sich an einen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik heran. Bei der Zinsentscheidung am Donnerstag in Frankfurt verzichtete die Europäische Zentralbank (EZB) auf die zuletzt übliche Formulierung, dass die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihenkäufe ausweiten könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern. Volkswirte werten das als Signal zur Vorbereitung der Finanzmärkte auf ein Ende der Geldflut. Den Leitzins im Euroraum beließ der EZB-Rat wie erwartet auf dem Rekordtief von null Prozent. Zudem müssen Geschäftsbanken, die Geld bei der Notenbank parken, dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen. Im Oktober hatte die EZB ihr Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen um neun Monate bis mindestens Ende September 2018 verlängert, das monatliche Volumen von Januar an aber auf 30 Milliarden Euro halbiert. Mit viel billigem Geld versucht die EZB seit Jahren, der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen und zugleich die Teuerung anzuheizen. Zwar ist das Inflationsziel (rund 2 Prozent) nach wie vor weit entfernt. Doch das stärkere Wirtschaftswachstum macht den Währungshütern Hoffnung. 2017 legte die Wirtschaft in der Euro-Zone um 2,3 Prozent zu. Volkswirte erwarten, dass die EZB bis zum Jahresende s erst das Anleihenkaufprogramm zurückfahren wird. Mit steigenden Zinsen sollten Sparer frühestens 2019 rechnen. Allerdings profitieren Kreditnehmer vom Zinstief.

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