12.10.2017 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Putin trifft Top-Manager Putin will Kooperation mit deutschen Firmen

Sotschi. Der russische Präsident Wladimir Putin setzt ungeachtet politischen Streits mit Deutschland auf einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Die deutschen Firmen hätten ihre Absicht bekräftigt, sich weiter auf dem russischen Markt zu engagieren, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach einem Treffen von Putin mit deutschen Topmanagern der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag.

Der russische Präsident Wladimir Putin (links) und der Chef der Metro AG, Olaf Koch, beim Treffen mit deutschen Wirtschaftslenkern in Sotschi. Bild: Maxim Shemetov/dpa
von Agentur DPAProfil

2017 habe die deutsche Wirtschaft mit 312 Millionen Dollar (262 Millionen Euro) bereits anderthalb Mal mehr investiert als 2016, sagte Putin in der Schwarzmeerstadt Sotschi. Auch der Handel wachse wieder. Vertreten bei dem jährlichen Gespräch mit Putin waren Dax-Unternehmen wie Siemens und Linde, der weltgrößte Gips-Konzern Knauf, der Pipelinebauer Nord Stream und andere Großinvestoren. Angeführt wurde die Delegation vom Chef des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele. Auf Putins Wunsch nahm auch der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew teil. Putin forderte die Gäste zu einer offenen Diskussion auf - auch über die Probleme von Investoren. Der Streit um die Siemens-Turbinen auf der Krim sei aber nicht zur Sprache gekommen, sagte Peskow.

Eine Siemens-Tochter hatte Turbinen geliefert, die trotz anderslautender Verträge auf die von Russland annektierte ukrainische Schwarzmeerhalbinsel gebracht wurden. Das könnte einen Verstoß gegen die Sanktionen von EU und USA bedeuten, die 2014 wegen der russischen Rolle im Ukraine-Konflikt verhängt worden waren. International agierende Konzerne aus Deutschland befürchten gerade in den USA Probleme wegen ihres Russland-Geschäfts. Dort hat der Kongress Sanktionen gegen Moskau verschärft, ohne dass die Umsetzung schon klar ist. Die deutschen Firmen hielten auch an dem Projekt Nord Stream 2 für eine zweite Gaspipeline durch die Ostsee fest, sagte Peskow.

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