03.07.2017 - 13:50 Uhr
Deutschland & Welt

Quote von 81,1 Prozent Bahn kommt bei Pünktlichkeit voran

Die Bahn ist pünktlicher geworden. Vorstandschef Lutz erklärt, warum das so ist, äußert sich zu Engpässen im Schienennetz und zu Problemen in den Speisewagen.

Bahn-Vorstandschef Richard Lutz. Archivbild: Martin Schutt/dpa
von Agentur DPAProfil

Berlin. "Die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr lag im ersten Halbjahr bei 81,1 Prozent", sagte Bahnchef Richard Lutz der dpa in Berlin. 81 Prozent ist das Ziel für das Gesamtjahr. Im ersten Halbjahr 2016 war die Bahn im Fernverkehr wegen vieler Baustellen lediglich auf 78,4 Prozent gekommen. Im Gesamtjahr 2016 waren es 78,9 Prozent, womit das Ziel von 80 Prozent verfehlt wurde. Bis zu einer Verspätung von weniger als sechs Minuten wertet die Bahn ihre Züge als pünktlich. Das bundeseigene Unternehmen habe intensiv daran gearbeitet, die Baustellen so zu managen, dass der Verkehr von ICE und Intercitys möglichst wenig beeinträchtigt werde. "Unser Regional- und Fernverkehr stimmt sich viel enger als früher mit der Infrastruktur ab", sagte Lutz zu den Gründen für die besseren Werte. "Und unsere Konkurrenten auf der Schiene sind ebenfalls eingebunden." Die Kunden honorierten das. "Wir bleiben im Aufwind und laufen bis zum Jahresende nach aller Wahrscheinlichkeit auf einen weiteren Fahrgastrekord im Fernverkehr zu." Im Vorjahr fuhren Bahnkunden 139 Millionen mal mit Fernzügen.

Der Bahnchef wies zugleich darauf hin, dass das Schienennetz in einigen Abschnitten an Grenzen stoße. "Was wir sehen, ist, dass manche Knoten schon recht voll sind. Frankfurt ist ein Engpass, auch Köln, Hamburg und Mannheim." Wichtig sei es deshalb, "dass man den Ausbau im Bundesverkehrswegeplan frühzeitig adressiert und abstimmt", sagte Lutz.

Der Vorstandsvorsitzende räumte ein, dass es in den Bordrestaurants noch immer Probleme gebe. "Kaputte Kaffeemaschinen sind leider bisweilen noch ein Ärgernis." Das betreffe vor allem ältere Züge wie den ICE 1, in denen die Wartung und Reparatur schwierig sei. "Aber schrittweise, versprochen, kriegen wir auch das hin." In den neuen Zügen seien die Geräte "deutlich resistenter, einfacher zu warten und bei Ausfall viel leichter auszuwechseln". Lutz bekannte sich zum Angebot von Speisen und Getränken an Bord: "Solange ich Bahnchef bin, wird's Gastronomie in den Zügen geben, das ist gar keine Frage. Ich nutze das ja selbst gerne." In den neuen Doppelstock-Intercityzügen, die keine Speisewagen haben, würden Snacks und Getränke am Platz angeboten.

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