30.03.2018 - 16:22 Uhr
Deutschland & Welt

Richter in Kalifornien ordnet wegen Acrylamid Warnhinweise für Produkte an: Kaffeehausketten und Krebsgefahr

Los Angeles. Kaffee in Kalifornien könnte bald mit einem Warnhinweis serviert werden. Kaffeehausketten in dem Staat an der Westküste der USA sollen einem Gericht in Los Angeles zufolge zukünftig auf ihren Kaffeeprodukten vor Krebsgefahr warnen. Die Unternehmen hätten versäumt zu beweisen, dass die im Kaffee enthaltenen Chemikalien kein bedeutendes Gesundheitsrisiko darstellten, sagte Richter Elihu Berle laut einem Bericht des "Wall Street Journal" in einem vorläufigen Urteil. Die Nichtregierungsorganisation CERT, die unter anderem über Giftstoffe aufklärt, hatte 2010 gegen die Kaffeehausketten geklagt. Sie behauptet, der verkaufte Kaffee enthalte den beim Röstvorgang entstehenden Stoff Acrylamid. Da dieser krebserregend sei, erfordere er nach kalifornischem Recht einen Warnhinweis. Das umstrittene Acrylamid entsteht bei großer Hitze beim Braten, Rösten, Backen, Grillen oder auch Frittieren. Acrylamid ist eine von über 900 Chemikalien in der kalifornischen Verordnung Proposition 65, die dort als krebserregend oder anderweitig schädigend aufgelistet werden. Unternehmen sind verpflichtet, Kunden vor den Risiken dieser Stoffe zu warnen. Der Verband der Kaffeehersteller will nach eigener Aussage gegen das Urteil vorgehen.

von Agentur DPAProfil
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