Saubere Luft: Bund erwägt kostenlosen Nahverkehr
Statt Auto Bahn

Kostenlos mit dem Bus fahren? Das überlegt die Bundesregierung, um die Luftqualität in Städten zu verbessern. Bild: Marcel Kusch/dpa

Berlin/Brüssel. Die Bundesregierung will angesichts einer drohenden Klage der EU-Kommission ihre Maßnahmen für saubere Luft in deutschen Städten ausweiten. Der Bund erwägt zusammen mit Ländern und Kommunen einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, um die Zahl privater Fahrzeuge zu verringern. Das geht aus einem Brief von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hervor. Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vor. Möglich wäre zum Beispiel, dass der Bund Städte finanziell dabei fördert, hieß es in Regierungskreisen. Die Wirksamkeit von Maßnahmen solle in fünf "Modellstädten" getestet werden. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sieht den Vorstoß kritisch. Mit rund zwölf Milliarden Euro jährlich finanzierten sich die Verkehrsbetriebe etwa zur Hälfte aus Tickets. Der Städtetag erwartet Klarheit, wie das Vorhaben finanziert werden soll.

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