Telekom-Chef verteidigt Tempo-Bremse

Die Deutsche Telekom steht auch nach Kritik zu den geplanten Daten-Obergrenzen im Festnetz. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) schrieb Konzernchef René Obermann, die Alternative wäre eine Preiserhöhung für alle Kunden. Er verwies auf den Anstieg der Datenmengen und die Milliarden-Ausgaben für den Ausbau der Netze. Die Telekom will bis 2015 30 Milliarden Euro investieren.

Die Telekom will auch bei Flatrates Obergrenzen für das Datenvolumen einführen, ab dem das Tempo gedrosselt wird. Wer weiter schnell im Internet surfen will, muss sich Daten-Kontingente dazubuchen. Die neue Regelung soll vom 2. Mai an in neuen Verträgen festgeschrieben werden. Greifen soll die Bremse nach bisherigen Angaben nicht vor 2016. Obermann wies den Vorwurf zurück, die Telekom verstoße mit dem Plan gegen die Netzneutralität, weil ihr TV-Dienst Entertain nicht bei der umgeschlagenen Datenmenge mitgerechnet werde. Entertain sei eine separate Fernseh- und Medienplattform, für die die Kunden ein entsprechendes Zusatzentgelt bezahlen müssten, so Obermann.
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