07.03.2018 - 17:32 Uhr
Deutschland & Welt

Treffen mit Betriebsrat Airbus stellt bis zu 3700 Stellen auf den Prüfstand

Toulouse. Wegen einer Auftragsflaute bei zwei Flugzeug-Baureihen stellt Airbus bis zu 3700 Stellen in Deutschland und drei anderen Ländern auf den Prüfstand. Der Hersteller zeigte sich aber zuversichtlich, "den meisten der betroffenen Mitarbeitern" neue Stellen im Unternehmen anbieten zu können. Eine Zahl zu den möglichen Verlagerungen wurde am Mittwoch nicht genannt. Ein neuer Plan sehe vom Jahr 2020 an die Fertigung von nur noch sechs Passagierjets vom Typ A380 und acht Militärtransportern A400M pro Jahr vor, teilte Airbus im französischen Toulouse nach einem Treffen mit dem Betriebsrat mit. In Deutschland gebe es "besondere Herausforderungen" für die Werke in Bremen und Augsburg, hieß es ergänzend. Wie viele Jobs am Standort Deutschland betroffen sein könnten, blieb offen.

von Agentur DPAProfil

Außer in Deutschland liegen die betroffenen Standorte in Frankreich, Großbritannien und Spanien, teilte Airbus mit. Es solle nun mit den Arbeitnehmervertretern gesprochen werden. Die endgültigen Zahlen hingen von der "Veränderungsoffenheit" der Mitarbeiter ab, hieß es ergänzend. Ein französischer Gewerkschaftsvertreter sprach der Nachrichtenagentur AFP zufolge davon, dass 3720 Stellen in Europa abgebaut werden sollen, davon 470 in Frankreich und etwa 1900 in Deutschland. IG-Metall-Vorstand Jürgen Kerner erklärte, die Ankündigung von Airbus verunsichere die Belegschaft: "Die Auftragslage ist gut genug, dass es für die betroffenen Beschäftigten alternative Arbeitsplatzangebote geben muss." Die IG Metall sei offen für Gespräche. Airbus beschäftigt weltweit etwa 129 000 Mitarbeiter.

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