26.04.2018 - 21:42 Uhr
Deutschland & Welt

Trotz Diesel-Krach VW-Gewinn sprudelt

Trotz der Turbulenzen an der Unternehmensspitze, drohender Fahrverbote oder des Diesel-Desasters startet Volkswagen mit Milliardengewinnen ins Jahr - verdient aber etwas weniger als im ersten Quartal 2017.

"Der Volkswagen-Konzern steht wirtschaftlich robust da", sagt Konzernchef Herbert Diess. Archivbild: Hauke-Christian Dittrich/dpa
von Agentur DPAProfil

Wolfsburg. Im ersten Quartal kletterte der Konzernumsatz dank eines Rekords bei den Auslieferungen um 3,6 Prozent auf 58,2 Milliarden Euro, unter dem Strich verdiente der Autogigant mit 3,3 Milliarden Euro aber weniger als vor einem Jahr mit 3,4 Milliarden Euro. Die Volkswagen-Kernmarke steigerte sich operativ leicht, Konzernmarken wie Audi oder Skoda schnitten gut ab. Insgesamt hievte Volkswagen die Zahl der Auslieferungen an die Kunden um 7,4 Prozent auf fast 2,7 Millionen Fahrzeuge nach oben.

Das operative Ergebnis gab um 3,6 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro nach - ohne einen bilanziellen Sondereffekt wäre es leicht gestiegen, wie der Konzern mitteilte. Bei diesem Effekt ging es um die Bewertung von Derivaten, die das operative Ergebnis belastete. Auch mit den Folgen des Abgas-Skandals hat der Konzern zu kämpfen - aber zumindest finanziell hatte die Diesel-Affäre im ersten Quartal keine Folgen. "Der Volkswagen-Konzern steht wirtschaftlich robust da", betonte Konzernchef Herbert Diess. Er erklärte: "Unser Ziel ist, den Volkswagen-Konzern in Sachen Ertragsstärke, Innovationskraft und Nachhaltigkeit zu einem der führenden Unternehmen unserer Industrie zu machen."

Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Porsche mahnte hohes Tempo und die stärkere Nutzung von Synergien an. "Herr Diess hat deshalb eine umfassende Neustrukturierung für den VW-Konzern vorgelegt, die er jetzt umsetzen muss", sagte er der Branchenzeitung "Automobilwoche". Unter den einzelnen Marken stach Skoda hervor - das operative Ergebnis stieg um 5,3 Prozent auf 437 Millionen Euro. Seat verbesserte sich gar um 51,4 Prozent. Die Stammmarke VW steigerte das Betriebsergebnis um 10 Millionen auf 879 Millionen Euro.

Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte der Konzern: Demnach soll der Umsatz 2018 um bis zu fünf Prozent steigen, die operative Rendite - also der Anteil des Betriebsergebnisses am Umsatz - soll zwischen 6,5 und 7,5 Prozent liegen - im ersten Vierteljahr lag sie bei 7,2 Prozent.

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