Trotz neuem Werk
Mifa beantragt Insolvenz

Mifa, einer der größten Fahrradhersteller Europas, kämpft schon länger mit finanziellen Problemen. Nun kommt für das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt die zweite Insolvenz innerhalb von gut zwei Jahren. Archivild: dpa

Sangerhausen. Der ostdeutsche Fahrradhersteller Mifa aus Sangerhausen hat kurz nach der Inbetriebnahme eines neuen Werks überraschend erneut Insolvenz beantragt. Die Mifa-Bike GmbH reichte den Antrag am Mittwoch beim Amtsgericht Halle ein. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) erklärte: "Die angestrebte Insolvenz in Eigenverwaltung kann ein Weg sein, Mifa wieder auf gesunde Füße zu stellen." Das Unternehmen hat rund 520 Beschäftigte. Ihre Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, sagte ein Mifa-Sprecher. Schon seit Jahren mussten die Beschäftigten immer wieder um ihre Jobs bangen

Erst im Dezember hatte der Fahrradhersteller ein neues Werk bezogen. Der Unternehmer Heinrich von Nathusius hatte Mifa vor knapp zwei Jahren aus einer Insolvenz heraus übernommen, mit einer Landesbürgschaft im Rücken. Nun gab er die Position des Geschäftsführers ab. Der Berliner Anwalt Joachim Voigt-Salus hat die Position inne.
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