Trotz Schadenersatzklagen liefert deutsche Tochter des Konzerns bis zu 450 Loks
Bahn bestellt bei Bombardier

Die Deutsche Bahn will trotz des Dauerstreits mit Bombardier bis zu 450 Elektroloks bei dem Hersteller kaufen. Beide Unternehmen hätten einen entsprechenden Rahmenvertrag im Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro vereinbart, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Davon seien 130 Lokomotiven schon fest bestellt. Gegen Bombardier laufen Schadenersatzklagen der Bahn wegen Problemen bei der Berliner S-Bahn und bei Regionalzügen. Es geht um Bremsen, Achsen und Neigetechnik. Dennoch setzte sich die deutsche Tochter des kanadischen Bombardier-Konzerns im Rennen um den Lok-Auftrag in einer europaweiten Ausschreibung durch.

"Wir haben durchaus auf mehr geschaut als auf den Preis", hob Bahn-Vorstand Volker Kefer hervor. Kriterien seien auch der Energieverbrauch, Instandhaltungskosten, Ersatzteilverbrauch und Qualität. Vor zwei Jahren hatte die Bahn bei Bombardier bis zu 200 Dieseloks bestellt. Sie werden in Kassel montiert, die Wagenkästen kommen aus dem Werk in Breslau (Polen), die Drehgestelle aus Siegen und die Antriebs- und Steuerungssysteme aus Mannheim. Beim neuen Großauftrag soll die Arbeitsteilung unter den Standorten ähnlich laufen.
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