US-Außenhandelsdefizit steigt auf höchsten Stand seit neun Jahren
EU sucht Lösung im Stahlstreit

Washington/Berlin. Unter hohem Zeitdruck will die Europäische Union im Handelsstreit mit den Amerikanern US-Schutzzölle auf Stahl sowie Aluminium und damit eine mögliche Eskalation noch verhindern. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström führte dazu am Mittwoch Gespräche mit Regierungsvertretern in Washington. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) machte im Bundestag deutlich, die Bundesregierung setze auf Gespräche mit den USA - werde aber "notfalls unmissverständliche Gegenmaßnahmen ergreifen". US-Präsident Donald Trump hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, Zölle auf Importe von Stahl in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminium in Höhe von 10 Prozent zu verhängen. Die Zölle sollen an diesem Freitag in Kraft treten. Die EU will aber noch eine komplette Ausnahmeregelung für die 28 EU-Länder erreichen. Das außenwirtschaftliche Defizit der USA ist im vierten Quartal 2017 auf den höchsten Stand seit neun Jahren gestiegen. Nach Angaben des Handelsministeriums vom Mittwoch betrug das Minus in der Leistungsbilanz 128,2 Milliarden Dollar (104,4 Milliarden Euro). Für das Gesamtjahr 2017 ergibt sich ein Defizit von 466,2 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr weitete es sich um 14,5 Milliarden Dollar aus. Die Leistungsbilanz umfasst einen Großteil des Austauschs einer Volkswirtschaft mit dem Ausland.

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