Verbraucherschützer drängen auf strengere Regelungen
Zu viel Luft in Packungen

Berlin. Die Verbraucherzentralen dringen auf strengere Regelungen gegen zu viel Luft in Lebensmittel-Packungen, die einen vermeintlich größeren Inhalt vorgaukeln. "Viele Menschen empfinden das als Täuschung, vielleicht sogar als Betrug" sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, der dpa. Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Hamburg ergab kürzlich, dass zwölf untersuchte Packungen im Schnitt 40 Prozent Luft enthielten. So waren eine Tüte Risotto und eine Cornflakes-Packung zu 49 Prozent leer, ein Beutel Baby-Zwieback zu 29 Prozent. Der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft BLL weist darauf hin, dass größere Verpackungen bei bestimmten Lebensmitteln aus technischen Gründen notwendig seien. So benötigten Kartoffelchips als "Polster" quasi Luft in der Tüte, damit sich nicht zerbröselt beim Verbraucher ankommen. Bei vielen Cerealien sei die Größe der Verpackung durch vorsichtige Schüttung in der Abfüllung bedingt. Von einer "Mogelpackung" könne nach der Rechtsprechung in der Regel erst die Rede sein, wenn der Luftraum in der Verpackung mehr als 30 Prozent betrage.

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