Vom Turnschuhboom profitieren nicht alle Hersteller
Bequeme Schuhe beliebt

Ein Lederschuh ist in Düsseldorf bei der Schuhmesse GDS 2016 zu sehen. Bild: Maja Hitij/dpa

Düsseldorf. Der aktuelle Sneaker- und Turnschuh-Boom treibt die Umsätze der deutschen Schuhindustrie - allerdings profitieren nur die Hersteller, die sich rechtzeitig auf den Trend zu lässigem und sportlichem Schuhwerk eingestellt haben. "Der starke Zuwachs wird von einigen wenigen Herstellern und dem bereits angesprochenen Hype getragen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Schuh- und Lederwarenindustrie, Manfred Junkert, am Montag in Düsseldorf bei der Messe "Gallery Shoes". "Die guten Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die gesamte Mode- und Schuhbranche im Umbruch befindet", sagte der Vorsitzende des Branchenverbandes, Carl-August Seibel.

In den ersten fünf Monaten verzeichneten die deutschen Hersteller ein Plus von 6,9 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro, das vor allem von einem Wachstum im Inlandsgeschäft um gut 8 Prozent getragen wurde. Das Ausland wuchs moderater um gut 3 Prozent auf knapp 270 Millionen Euro, wie Junkert sagte. Für das Gesamtjahr werde ein Wachstum im "unteren einstelligen Prozentbereich" erwartet, sagte Seibel. Bei weiter guter Konsumlaune im Inland drohten im Ausland neue Handelshemmnisse. Zwei Drittel der Betriebe erwarteten deshalb einen stagnierenden oder rückläufigen Export. Hinzu kämen Investitionen für die Digitalisierung des Geschäfts - immer mehr Schuhe werden über Online-Plattformen verkauft. Die Schuhmesse findet erstmals unter dem neuen Namen "Gallery shoes" und an einem neuen Standort - dem Areal Böhler in einer ehemaligen Industriehalle - statt.
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