16.06.2017 - 22:20 Uhr
Deutschland & Welt

VW-Tochter legt KBA Vorschlag für Rückruf vor Audi wartet auf Zustimmung vom Amt

Ingolstadt. Der Autohersteller Audi hat den vom Bund geforderten Vorschlag für den Rückruf von über 12 000 Diesel-Autos mit erhöhten Abgaswerten vorgelegt. "Wir halten alle Vorgaben des Kraftfahrtbundesamtes ein", sagte ein Sprecher der Ingolstädter VW-Tochter am Freitag. Nun muss das Kraftfahrtbundesamt (KBA) entscheiden, ob es dem Konzept zustimmt. Der Rückruf könnte laut Audi-Sprecher Mitte bis Ende Juli starten, sofern das KBA zustimmt.

Herbert Diess mit dem neuen Polo. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Bei den betroffenen Autos hatte Audi erhöhte Werte gesundheitsschädlicher Stickoxide (NOx) gemessen und das Amt informiert. Laut Unternehmen handelte es sich um einen unbeabsichtigten Fehler der Getriebesoftware, Bundesverkehrminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte Audi dagegen eine illegale Abschaltvorrichtung vorgeworfen. Europaweit geht es um 24 000 Wagen, von denen gut die Hälfte in Deutschland zugelassen ist.

Die Audi-Mutter VW hat am Freitag den neuen Polo vorgestellt. VW will die sechste Auflage des Kleinwagens ab Herbst nicht unter anderem auch in Südamerika und China auf den Markt bringen. Auch das neue Modell wird mit Dieselmotor erhältlich sein. Der Diesel-Anteil bei dem Kleinwagen liegt aber nur bei 15 Prozent. VW-Markenchef Herbert Diess sagte am Rande der Veranstaltung mit Blick auf die aktuelle Debatte um die Zukunft des Diesels, die Technik behalte "große Bedeutung". Der Wagen wird im spanischen Werk Pamplona gebaut.

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