Währungsfonds sieht stabilere Weltwirtschaft
Europa verliert Anschluss

Trotz beharrlicher Krisen und neuer Turbulenzen hat sich die Weltwirtschaft nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stabilisiert. Der Zusammenbruch der Euro-Zone sei ebenso verhindert worden wie ein Fiasko in der US-Schuldenpolitik, urteilt der IWF in seinem neuen Weltwirtschaftsausblick. Vor allem Amerika und die Schwellenländer profitierten von größerer Zuversicht, heißt es in dem Papier, das am Dienstag in Washington veröffentlicht wurde.

Rund um den Globus werde das Wachstum dieses Jahr 3,3 Prozent betragen, prognostiziert der IWF. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als der Fonds zuletzt errechnet hatte. Weil Italien (minus 1,5 Prozent) und Spanien (minus 1,6 Prozent) noch schwächer dastünden und Frankreich (minus 0,1 Prozent) in der Rezession sei, korrigierte der IWF die Zahlen für die Euro-Zone für 2013 auf 0,3 Prozent nach unten. Deutschland könne weiter mit einem Wachstum von 0,6 Prozent rechnen. IWF-Chefökonom Olivier Blanchard nannte die Lage in Europa "besorgniserregend". Die Kombination aus Haushaltskürzungen, Exportrückgängen und geringer Zuversicht ließe Europa hinter den Rest zurückfallen. Das seien schlechte Nachrichten für alle, weil "die Welt so sehr miteinander verwoben ist", sagte er. Es sei wegen vieler ungelöster Probleme sogar fraglich, ob die reichen EU-Kernstaaten den kriselnden Ländern an der Peripherie helfen könnten, sollte es dort zu neuen Turbulenzen kommen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.