15.03.2018 - 18:48 Uhr
Deutschland & Welt

Werk in Regensburg auf dem Weg zum siebenmillionsten Auto BMW produziert neben dem X1 auch den neuen X2 in der Oberpfalz

Der X1 ist das mit Abstand beliebteste Modell aus Regensburg. Doch nun bekommt der Kompakt-SUV Konkurrenz durch einen großen Bruder aus dem gleichen Hause: Auch der X2 wird in Regensburg produziert.

Manfred Erlacher, Leiter des BMW-Werks Regensburgs präsentierte bei einem Pressetermin am Donnerstag das neue Modell BMW X2, das in Regensburg produziert wird. Bild: Andreas Kerscher
von Redaktion OnetzProfil

Ab Samstag steht das "jüngste Baby", wie Werkleiter Manfred Erlacher den neuen BMW X2 am Donnerstag bei einer Presseveranstaltung nannte, beim Händler. Intern laufen für das neue Modell, das im Werk Regensburg für den Weltmarkt produziert wird, schon lange Vorbereitungen. Bereits im Oktober wurde mit der Serienproduktion begonnen.
 
Derzeit ist der X1 aber noch das mit Abstand erfolgreichste Modell aus Regensburg. Knapp 173 000 Exemplare sind laut Erlacher 2017 produziert worden. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Autos, die 2017 in Regensburg produziert worden sind (338 000). Damit wurde der Produktionsrekord aus dem Jahr 2016 um rund 8000 Autos verfehlt. Möglicherweise wird das neue Modell ein Jubiläumswagen, denn im Herbst werde das 1986 eröffnete Werk Regensburg das siebenmillionste produzierte Fahrzeug feiern können, kündigte Erlacher an. 
 
Um die hohe Nachfrage nach dem X1 und auch dem 1er befriedigen zu können, wurde im Werk Regensburg seit Juli 2016 auch in der Nachtschicht gearbeitet. Diese soll noch einmal bis September oder Oktober ausgeweitet werden, teilte Werkleiter Erlacher mit. Dann soll die von Anfang an nur als "temporär" gedachte Maßnahme enden. Zugleich werden damit die Verträge von rund 1000 Zeitarbeitern beendet und nicht verlängert. Mitte 2017 hat BMW in Regensburg eine neue Montagehalle in Betrieb genommen. In die West-Erweiterung wurden 53 Millionen Euro investiert.
 
Auch für das laufende Jahr kündigte Werkleiter Erlacher Investitionen an: Die Lackiererei soll bis zum Jahr 2020 für 100 Millionen Euro umgebaut und auf ein neues Verfahren, bei dem der Lack nicht mehr eingebrannt werden muss, umgestellt werden. So könne man den Energieverbrauch um 15 Prozent senken. Wegen des Umbaus wird die Produktion im Sommer für drei Wochen ruhen.

Weiter kündigte Erlacher an: "Wir werden E-Autos ganz normal in unsere Produktionslinien integrieren." Man wolle bis zum Jahr 2021 in der Lage sein, Autos mit Diesel-, Benzin-, Elektro- oder Hybridmotor auf der selben Produktionslinie zu bauen. Ab wann in Regensburg elektrische Modelle vom Band laufen und welche das sein werden, darüber wollte Erlacher nicht spekulieren.

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