28.06.2017 - 21:22 Uhr
Deutschland & Welt

Wirtschaft mahnt raschere Digitalisierung an Vorteil im Wettbewerb

Die Digitalisierung in Unternehmen ist nicht aufzuhalten. Diese zu meistern sei ein Vorteil im Wettbewerb, meint der Arbeitgeberverband VBW.

von Agentur DPAProfil

München. (jum) Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW) hat die Unternehmen im Freistaat aufgefordert, die Chancen der Digitalisierung stärker zu nutzen. Nach einer Studie des VBW-Zukunftsrates haben Unternehmen mit hohem digitalen Reifegrad die Zahl ihrer Mitarbeiter in den vergangenen Jahren um durchschnittlich 40 Prozent stärker erhöht als andere Firmen und ihren Umsatz um 80 Prozent. "Digitalisierte Unternehmen sind erfolgreicher", betonte VBW-Präsident Alfred Gaffal bei der Vorstellung der Studie in München. Vor diesem Hintergrund appellierte er vor allem an den Mittelstand, die digitale Umstellung weiter voranzutreiben.

Nach einer deutschlandweiten und auch für Bayern repräsentativen Umfrage sind rund zehn Prozent der Unternehmen überhaupt nicht digitalisiert, sie nutzen nicht einmal Computer. 80 Prozent der verblieben Firmen sind computerisiert, 20 Prozent digitalisiert - das heißt, sie sind bei Entwicklung und Produktion mit Kunden und Dienstleistern vernetzt und wickeln auch Geschäfte digital ab. Am weitesten fortgeschritten ist die Digitalisierung bei Großunternehmen. Diese profitieren derzeit auch am meisten von der gesteigerten Wertschöpfung aus optimierten Prozessen, neuen Produkten und datenbasierten Geschäftsmodellen.

Den Nachholbedarf bei Klein- und Mittelbetrieben begründete Gaffal vor allem mit fehlenden Kapazitäten. Viele Firmen seien in der aktuell guten Konjunktur voll damit ausgelastet, ihre gute Auftragslage zu bewältigen. Deshalb verdrängten sie das Problem der Digitalisierung. Aber wer heute nicht entsprechend investiere, werde auf Dauer seine Wettbewerbsfähigkeit und damit auch Jobs verlieren, warnte Gaffal.

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