Wirtschaftsnotizen

EU-Bankenaufsicht

Die EU-Staaten haben sich einstimmig auf die gemeinsame Bankenaufsicht geeinigt. Sie bestätigten am Freitag in Dublin einen Grundsatz-Kompromiss, der bereits mit dem EU-Parlament gefunden wurde. Die Aufsicht für Banken des Euro-Gebiets soll bis nächstes Jahr bei der Europäischen Zentralbank eingerichtet werden und das Vertrauen internationaler Anleger in europäische Geldhäuser erhöhen. Die Aufsicht ist das Kernstück des Riesenvorhabens einer europäischen Bankenunion. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier berichtete, dass für die Bankenunion der EU-Vertrag nicht geändert werde. Deutschland habe aber auf eine Erklärung gedrungen, dass bei einer kommenden Änderung der Texte die Bankenunion auch in den EU-Verträgen verankert wird. (dpa)

Neuer Anlauf

Die hochverschuldeten Telekomkonzerne Telefónica und KPN reden der "Financial Times" zufolge erneut über Möglichkeiten für eine engere Zusammenführung ihrer deutschen Töchter O2 und E-Plus. 2012 war ein Anlauf für eine Fusion gescheitert. O2 wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren. Auch E-Plus wollte sich nicht äußern. Die Branche steht hierzulande unter Druck, denn da bereits jeder Deutsche statistisch gesehen 1,3 Mobilfunkverträge hat, ist das Neukundengeschäft arg begrenzt. Das Wachstum stammt vor allem aus dem wachsenden Datengeschäft und den dort teureren Verträgen für Smartphones oder Tabletcomputer. (dpa)
"Stabile Neugeschäfte"

Peter Pauli (links) und Sonnfried Weber, die Geschäftsführung der BayBG. Bild: hfz
Die Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG) erwartet für das laufende Jahr stabile Neugeschäfte. Nach Investitionen von 44,5 Millionen (Vorjahr: 43,5 Millionen) Euro 2012 dürften in diesem Jahr knapp 45 Millionen Euro an Unternehmen aus dem Freistaat fließen. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Insgesamt erhöhte sich der Beteiligungsbestand 2012 auf den Höchstwert von 323,6 Millionen Euro. In der Oberpfalz ist die BayBG mit 27 Millionen Euro bei 36 Unternehmen engagiert. Unter dem Strich verringerte sich der Gewinn des Unternehmens von 14 auf knapp 11 Millionen Euro. Der Rückgang beruhe nur auf einer erhöhten Risikovorsorge, hieß es. Damit sichere sich das Unternehmen gegen volkswirtschaftliche Risiken wie die Euro- und Finanzkrise ab. (dpa)

Nur dank Porsche

Die Sportwagenschmiede Porsche hat ihren Mutterkonzern Volkswagen im März vor dem ersten Absatzrückgang seit mehr als drei Jahren gerettet. Wie VW mitteilte, lieferte der Konzern 864 400 Autos aus, 1700 Stück mehr als vor einem Jahr. Damals tauchte Porsche noch nicht in der VW-Absatzstatistik auf. Im März 2013 setzte Porsche 14 500 Autos ab, das reichte, um in etwa das Minus der Kernmarke VW auszugleichen. Im ersten Quartal lieferte der Wolfsburger Konzern 2,27 Millionen Fahrzeuge aus. (dpa)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.